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Darf man Eltern sagen, dass ihre Kinder nerven? Und andere Gewissensfragen aus dem Alltag

Moralfragen des Alltags mit dem Schwerpunkt Kinder und Familie.

Seit 15 Jahren beschäftigt sich Rainer Erlinger in seiner Kolumne »Die Gewissensfrage« im Magazin der »Süddeutschen Zeitung« allwöchentlich mit den kleinen und großen moralischen Fragen der Deutschen: Ist es in Ordnung, Kindervideos bei YouTube einzustellen? Darf man Andersgläubigen Frohe Weihnachten wünschen? Darf man Bankräuber sympathisch finden? Darf man einen Gefallen weiterreichen?
Rainer Erlinger klärt die Hintergründe, analysiert die Zusammenhänge und gibt klare, verständliche und konkrete Antworten und Orientierung. Hier nun legt er eine Auswahl der besten Fragen und Antworten vor – als moralischen Kompass für unseren Alltag.

310 Seiten, Broschur, mit einer Vielzahl von Anmerkungen und Literaturhinweisen, sowie ausführlichem Register


Content

Die lieben Kleinen
Über nervende Söhne, Vorleben von Fairness und Respekt, Weitergeben von nicht gebrauchten Namen, Bärenohren und Erdbeermützen, Kinder ohne Väter, Anhören von Antworten, Erzählen vom Tod, lustige Videos im Internet, Anlächeln von Fremden, zerdrückte Quengelware, Schokoladenpapier am Waldboden, zögerliche Paten sowie Freude am Ärgern der Schwester, kurz:
Über Kinder

Dicker als Wasser
Über großzügige Großmütter ohne Geld, Schwiegereltern, die sich siezen lassen, störende Anrufe, anstrengende Weihnachten mit Schwiegermutter, erfundene Grüße für eine Sterbende, erwachsene Kinder, die Kunst studieren, Aufklärung über Stullen, ignorierte Wunschzettel, Austritt aus der Kirche, überfüllte Familiengräber sowie verheimlichte Arbeitslosigkeit, kurz:
Über Familie

Fitness und Fairness
Über Fans, die auf den Gegner setzen, Bräuche beim Segeln, Fairness und Aristoteles im Fußballverein, Unverbindlichkeit im Kampfsport, Joggen über oder unter Brücken, letzte Fotos von einem abgestürzten Bergsteiger sowie Champions-League-Finale bei Hochzeiten, kurz:
Über Sport

Von A nach B
Über laut vorlesende Mütter, Aufstehen für Ältere, Rentner auf Elektromobilen, Kinder in sichereren und unsichereren Kindersitzen, Mitschuld am Tod einer Radfahrerin, Sichbreitmachen auf Parkplätzen, Rolltreppen mit wechselnder Fahrtrichtung, Erstattung von Reservierungskosten sowie Schleichverkehr durch Wohngebiete, kurz:
Über Verkehr

Man gönnt sich ja sonst nichts
Über das Verbindende von gemeinsamen Essen, Schwan auf dem Teller, Griff zu den frischesten Produkten, das gute Gefühl, moralisch richtig zu handeln, Mitbestellen von Oliven, Probieren von zu teuerem Prosecco, Lob für enttäuschendes Essen sowie wider Willen ausgeschenkten Alkohol, kurz:
Über Genuss

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben...
Über Weihnachtwünsche für Andersgläubige, unfreundliches Grüßen, Vorstellen von neu Zugezogenen, abgestellten Gegenständen im Treppenhaus, Schneeräumen in der Reihenhaussiedlung, das Annehmen von Paketen sowie Zusehen in den Fenstern gegenüber, kurz:
Über Nachbarn

Ich shoppe also bin ich
Über Abgeben von Bewertungen im Internet, Spenden statt Schenken, das Teil zwischen den Waren an der Kasse, Happy-Hour in der Bäckerei, zu billig ausgezeichnete Geräte, Rispentomaten mit oder ohne Strunk, Flüchtlingsspenden für den eigenen Konsum, Einhaltung von eigenen Einkaufsprinzipien sowie Verzicht auf Centmünzen beim Herausgeben, kurz:
Über Einkaufen

Paragraphen & Co.
Über Schneeräumverträge ohne Schnee, Wirksamkeit von Seeleverkäufen, Beanstandung einer Fehlbuchung zu eigenen Gunsten, Zugeben von Geschwindigkeitsübertretungen, Autoabmeldeprämien trotz Auto, Wettschulden bei knapp verlorenen Wetten, verjährte Nebenkostenabrechnungen, Sympathie für Bankräuber sowie zu viel gestempelte Streifenkarten, kurz:
Über Recht und Gesetz

Die vierbeinigen Freunde
Über Hunde als Überraschungsgeschenk, Hahnenkämpfe zwischen Vater und Söhnen, Bratwurstverkauf zugunsten des Tierheims, Hundehalter, die beim Gassigehen telefonieren, aussterbende Arten, die Platz machen für neue, inkonsequente Veganer, inkonsequente Vegetarier sowie unfreiwillig konsequent vegane Hunde, kurz:
Über Tiere

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Über Wegwerfen von geschenkten Fotos, Standing Ovations, Theaterkartenschnäppchen als Zugtickets, Architekturkritik im Internet, Fotografieren von fremden Kindern, Reagieren auf fremdenfeindliche Postings, Betrachten von Videos mit Gräueltaten, Missbrauch der Paulchen-Panther-Melodie sowie Streit um die Behandlung von geschenkten Kunstwerken, kurz:
Über Kultur und Medien

Auf Herz und Nieren
Über U-Bahn-Fahren mit Erkältung, Blutspenden bei seltenen Blutgruppen, Hilfe für einen unsympathischen Multiple Sklerose-Kranken, genetische Untersuchungen auf Erbkrankheiten, heimliches Süßigkeitenessen von Eltern, Impfverweigerer, katzenhaarallergische getrennte Väter sowie dem Wunsch einer 102-jährigen, nicht mehr aufzuwachen, kurz:
Über Gesundheit und Körper

Von der Vielfalt des Lebens
Über weitergegebene Gefallen, „Dein“ in Briefen, Lachen über Andere, Asyl für Edward Snowden, Blumen am Grab oder Spenden, Ungestörtbleibenwollen im Café, unnötige SMS, Gummibärchen mit Schweingelatine, Mehrfachbehinderte auf Demonstrationen, geerbte Antiquitäten aus vormals jüdischem Besitz, Selbstbedienung in Altkleidercontainern, Abbrennen von Kerzen-Buddhas sowie ein schlechtes Gewissen, weil es einem so gut geht, kurz:
Über Vermischtes